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Nachdem das Hegel-Gymnasium im Juli mit dem BoriS-Berufswahlsiegel für sein Konzept zur Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet wurde folgte am 11.10.2019 die Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“. Damit ist es uns gelungen, innerhalb kürzester Zeit in gleich zwei Bereichen eine Anerkennung für die hohe Qualität unserer Arbeit zu bekommen.
Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Baden-Württemberg steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und der Kultusministerkonferenz (KMK).
„Die ausgezeichneten Schulen begeistern junge Menschen für die MINT-Berufe und stärken die Ausbildung junger MINT-Nachwuchskräfte. Damit setzen sie das zentrale Anliegen der Landesregierung, die Bildung von Kindern und Jugendlichen in den MINT-Fächern zu fördern, vorbildhaft um“, sagt Michael Föll, Ministerialdirektor im Kultusministerium, und fügt an: „Diese Schulen bieten einen fruchtbaren Nährboden, auf dem die MINT-Expertise von Schülerinnen und Schülern gut gedeihen kann. Diese wiederum schlüpfen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten in eine Multiplikatorenrolle, um für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu werben. Und am Ende profitiert der gesamte Südwesten von diesem MINT-Ruck. Denn dieser hilft, den digitalen Wandel sowie die technologischen Herausforderungen zu meistern und trägt zum Erfolg einer Region in der Zukunft bei. Auch daher gilt unser Dank den Schulleitungen, Lehrkräften und Schülern für deren Engagement.“
 „Die ausgezeichneten Schulen leisten eine herausragende Arbeit und machen Lust auf mehr MINT. Sie setzen die Standards in der Vermittlung sogenannter „Future Skills“ und einer zielgerichteten Berufsorientierung. Umso mehr freue ich mich, dass sich das Netzwerk der MINT-freundlichen und Digitalen Schulen immer mehr vergrößert.“, sagt Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg und von Südwestmetall. „Das ist eine gute Nachricht für die dringend benötige Fachkräftesicherung in unserem Land.“

Foto (c) Frank Eppler


„Die ausgezeichneten Schulen öffnen sich stärker und stärker für Informatische Bildung und die Digitalisierung. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, haben wir die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet wollen wir das Engagement all der Schulleitungen und Lehrkräfte würdigen und bestärken, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen“, sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.
Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Foto © Frank Eppler


Die Partner und somit diejenigen, die die MINT-freundlichen Schulen ehren, sind: Arbeitgeber Baden-Württemberg, SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg, BWINF Bundeswettbewerb Informatik, Cisco Systems (Cisco Networking Academies), Deutsche Bahn AG, Deutsche Mathematiker-Vereinigung DMV, Deutsche Telekom Stiftung, Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG, HANDS on TECHNOLOGY e.V. (FIRST LEGO League), Klett MINT GmbH, MNU – Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V., Technik begeistert e.V. (Organisator der WRO World Robot Olympiad), VDE/VDI (VDE Kurpfalz und VDI Bezirksverein Nordbaden-Pfalz), Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V.
Kurzbeschreibung »MINT Zukunft schaffen«: Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. »MINT Zukunft schaffen« wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will »MINT Zukunft schaffen« gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

Bei Sonnenschein und bestem Laufwetter gingen die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen, Lehrer und Eltern des Hegel-Gymnasiums am 23. Juni an den Start, um für den Spendenlauf 2019 fleißig Runden zu laufen und Spenden für das Kranich – Aids in Afrika e.V. Projekt in Uganda und der Schulfamilie des Hegel-Gymnasiums zu sammeln. Die grandiose Stimmung ließ die Läuferinnen und Läufer zu Höchstformen auflaufen. Insgesamt wurden 5.987 Runden bzw. 4.190,9 Kilometer gelaufen. Wenn man nach Uganda laufen würde, hätte man damit schon etwa die Hälfte der Distanz geschafft!
 
 
Eine unglaubliche sportliche Leistung der ganzen Schule, die zusätzlich noch durch die Spendensumme gekrönt wurde. Insgesamt wurden 10.403,26€ gespendet, wovon die Schulfamilie einen Anteil von 4.171,84 € und das Kranich - Aids in Afrika e.V. Projekt 6.231,42 € erhält. 
Wir danken allen Läuferinnen und Läufer, Spenderinnen und Spender, Helferinnen und Helfer herzlichst für ihre tatkräftige Unterstützung und den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern, die die Läuferinnen und Läufer Runde für Runde mit ihren Zurufen angefeuert und motiviert haben. Es war ein toller Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und uns mit Vorfreude auf den nächsten Spendenlauf blicken lässt. 

Vom 17. bis 19. Juli 2019 fand das 7. hegelinterne Modell Europa Parlament (MEP) statt.

Alle verantwortlichen Schülerinnen und Schüler mit Lehrerin Frau Fischer

Drei Tage lang tauschten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 Jeans und T-Shirt gegen Anzug und Blazer, um sich ganz in die Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments einzufinden. Unter der Leitung acht engagierter Ausschussvorsitzenden der Klasse 10 und dem diesjährigen MEP-Präsidium bestehend aus Hannah Bessler, Liane Dittmann und Ulrich Staudenmayer diskutierten sie Herausforderungen, vor denen die EU derzeit steht. Statt Mathe und Deutsch standen Sicherheit und Verteidigung, internationaler Handel, Flüchtlingspolitik und Umweltpolitik auf dem Stundenplan.

Der Ausschuss für Flüchtlingspolitik stellt seine Resolution vor

Die Jugendlichen diskutierten zum Beispiel über die Gründung einer EU-Armee. Im Ausschuss für Handel stand der Handelskonflikt mit den USA im Mittelpunkt, während der Ausschuss für Flüchtlingsfragen ein solidarisches Handeln unter den EU-Mitgliedsstaaten in der Aufnahme von Flüchtlingen forderte. Der Ausschuss für Umweltfragen diskutierte über Wege zu einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft und schlug dem Plenum unter anderem die Einführung einer CO2-Steuer vor.

In der Generalversammlung, die sich aus allen Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen zusammensetze, wurden die vier ausführlichen Resolutionen der Ausschüsse im Plenum vorgestellt, diskutiert und abgestimmt. Es wurden feurige Reden und Gegenreden gehalten. Zwei Resolutionen wurden vom Plenum angenommen.

Im Gespräch mit der Europapolitikerin Brantner

Im Rahmen des MEPs trafen die Schülerinnen und Schüler auch die Europapolitikerin Franziska Brantner, Mitglied des Bundestages und europapolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen und ehemalige EU-Abgeordnete. Fast zwei Stunden konnten die Schülerinnen und Schüler all ihre Fragen zur EU loswerden, die Jugendlichen nutzen aber auch die Gelegenheit der Politikerin ihre Sicht auf europäische Herausforderungen darzulegen.

Abschluss des MEPs 2019 auf dem Erwin-Schöttle-Platz

Ein Dank geht an alle engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und besonders an die mitverantwortlichen Ausschussassistenten, Ausschussvorsitzenden, an die Mitglieder des Schülerpräsidiums und an Frau Brantner.

J. Fischer

Am 23. Juli diesen Jahres schlug ein Stand des "Handwerks", zusammen mit einem quietschgelben Lamborghini Aventador, vor dem Haupteingang auf. Sie warben für ein Gewinnspiel ihrerseits, welches zeigen soll, wie erfolgreich eine Zukunft mit einer handwerklichen Ausbildung und ohne Studium sein kann. Zu diesem Zweck vergab das Handwerk einen einwöchigen Praktikumsplatz beim weltbekannten Tuner für alle Autos der Schönen und Reichen: Jimmy Pelka.

Er selbst hatte nach dem Abitur eine Mechanikerlehre gemacht und ist nun Inhaber eines Tuningimperiums mit Standorten in Deutschland sowie in Abu Dhabi, wo das Praktikum stattfindet.

Jakob Essler

Das BoriS-Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg ist ein Zertifizierungsverfahren für Schulen, die im Themenbereich Berufs- und Studienorientierung über die geforderten Standards in den Bildungsplänen und Verwaltungsvorschriften hinausgehen. Alle weiterführenden Schulen können sich um eine Teilnahme am Zertifizierungsprozess bewerben.

Das grundlegende Instrument für das Zertifizierungsverfahren ist ein Kriterienkatalog. Mit diesem werden Qualitätskriterien in standardisierter Form abgefragt; er gliedert sich in die drei Themenbereiche Jugendliche im Fokus, System Schule und Schule im Netzwerk. Zu jedem dieser drei Themenbereiche gibt es Einzelkriterien, die in Form von Aussagen formuliert sind und auf einer fünfstufigen Skala bewertet werden. In offenen Bereichen werden die Kriterien durch Erläuterungen ergänzt.

Nachdem wir die Vorauswahl durch die Jury auf Grundlage des Kriterienkatalogs erfolgreich durchlaufen haben, fand am 12. April ein Audit statt, in dem Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer unser Konzept zur Berufs- und Studienorientierung in überzeugender Weise dargestellt haben, sodass wir am 09. Juli 2019 im Rahmen einer Vergabefeier im Haus der IHK das Siegel verliehen bekommen haben.

Dank der intensiven konzeptionellen Arbeit der Kolleginnen und Kollegen unter maßgeblicher Federführung von Frau Rosenau (Beauftragte für Berufsorientierung) sind wir nun das vierte (von 25) allgemeinbildenden Gymnasien in ganz Stuttgart, dem von einer Fachjury die hohe Qualität der Angebote zur Berufs- und Studienorientierung attestiert wurde. Durch die Aufnahme in das BoriS-Partnerschulnetzwerk ergeben sich viele Möglichkeiten zur Kooperation und Qualitätssicherung.

Ein besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle an Frau Rosenau für die intensive und hochwertige Arbeit und an alle Kolleginnen und Kollegen der Fachschaften Gemeinschaftskunde und Wirtschaft für die Mitarbeit!