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Durch die Corona-Krise mussten auch wir, die Klasse 9a, im Hegel-Gymnasium zu anderen digitalen Mitteln greifen. So zum Beispiel auch im Fach WBS, in welchem die virtuelle Betriebserkundung eingeführt wurde. [Eine Betriebserkundung ist eine Exkursion von Schülerinnen und Schülern, die im Rahmen des Unterrichts einen Betrieb besuchen und Einblicke in den Arbeitsalltag der jeweiligen Firma bekommen.] Dies bot sich für uns bei dem Unternehmen Google in Hamburg an. Diese Firma gibt mit einem YouTube-Video virtuelle Einblicke in ihren Arbeitsalltag.

In Deutschland gibt es insgesamt 250 Leute, die für Google arbeiten, davon in Hamburg 160. Dort sind die Mitarbeiter auf 3 Stockwerke verteilt und der Aufgabenbereich betrifft hauptsächlich die Verwaltung, Marketing und Finanzen.
Was in dem Video von Google sehr hervorgehoben wird ist, dass im Unternehmen die Mitarbeiter sehr weit oben stehen. Der Betrieb legt nicht viel Wert auf Insignien, d.h. der Chef wird nicht besonders oder anders behandelt. Er bekommt beispielsweise kein größeres Büro, sondern ist an die gleichen Dinge angepasst.
Zur Motivation der Mitarbeiter stehen immer Süßigkeiten und Getränke zur Verfügung. Außerdem gibt es einen gemütlichen Raum, in dem man zum einen relaxen kann und zum anderen aber auch Meetings stattfinden. Das Unternehmen bietet alle möglichen Spielfelder, wie man sich am besten unterhalten oder auch nur Ruhe haben kann. Außerdem erhält jede Abteilung pro Jahr einen Geldbetrag von 100 Euro, womit sie ihren Arbeitsbereich verschönern kann. Es gibt aber nicht nur Aktionen für die Mitarbeiter, sondern auch für Menschen weltweit. Diese haben die Möglichkeit, einmal im Jahr ein Google Logo zu gestalten.
Damit sich die vielen Google Abteilungen austauschen können, gibt es ein internationales Konferenzsystem, in dem sich die Mitarbeiter austauschen können. Der Flur mit den Konferenzräumen ist mit vielen roten Lichtern übersäht und wird Rotlichtviertel genannt. Jeder Konferenzraum trägt einen besonderen Namen eines Ortes in Hamburg. Dieser Gag soll die Mitarbeiter motivieren.
Für Pausen oder einfach zum Luft ablassen gibt es ein Spielezimmer für die Mitarbeiter, mit einer Tischtennisplatte, Darts, Tischkicker, Wii, Playstation und einem Fernseher.
Letztendlich ist also festzustellen, dass das Unternehmen sehr viel Wert auf das Wohlergehen seiner Mitarbeiter legt, um diesen ein möglichst effektives Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Dementsprechend profitieren beide Seiten, die Mitarbeiter und das Unternehmen.

Anhand des Betriebs Google Hamburg haben wir die Vor- und Nachteile, die eine virtuelle Betriebserkundung mit sich bringt, ermittelt und herausgearbeitet. Mit denen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, konnten wir die gestellten Fragen über das Unternehmen gut beantworten und Informationen herausfiltern. Außerdem hatte man einen guten Einblick in die Abläufe und den Aufbau des Unternehmens. Ein Nachteil ist, dass man offen gebliebene Fragen oder persönliches nicht nachfragen kann, da man keine Möglichkeit hat mit einem Mitarbeiter live zu interagieren.
Trotzdem kann man abschließend sagen, dass die virtuelle Betriebserkundung eine gute neue Alternative bildet, ein Unternehmen besser kennenzulernen und auch für Unternehmen vorteilhaft ist, da sie selbst entscheiden können, was sie dem Zuschauer zeigen möchten, um ihn am besten anzulocken.
Ein aktuelles Beispiel, in welchem solch eine virtuelle Betriebserkundung sehr hilfreich sein kann, ist die Corona Pandemie. Noch dazu gibt es viel mehr Möglichkeiten, da auch internationale Unternehmen an einer solchen Betriebserkundung teilhaben können.

Carolin Burkhardt, Liselotte Grunenberg und Leni Janser (Klasse 10)

Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,

herzlich willkommen zum neuen Schuljahr 2020/21 – einem Schuljahr, in dem sicher noch vieles anderes sein wird und die anhaltende Pandemie wird unseren Schulalltag in weiten Teilen auch in diesem Schuljahr begleiten und auch beschränken.

Wir freuen uns, dass wir am kommenden Montag wieder alle Schülerinnen und Schüler in der Schule begrüßen dürfen und einen „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ aufnehmen können. Sie und Ihre Familien konnten die Sommerferien und das tolle Wetter genießen, abschalten, Kraft tanken und sind von Krankheit verschont geblieben.
Mit dieser Mail möchte ich Sie darüber informieren, was es mit diesem Wortungetüm, das in den Medien so präsent ist, auf sich hat. Ich habe vor den Ferien angekündigt, dass wir den Verlauf des Infektionsgeschehens während der Ferien und nach Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs in den anderen Bundesländern aufmerksam beobachten werden und daraus die Konsequenzen für unseren Schulbetrieb ableiten. Ziel dabei ist es, den so wichtigen Präsenzbetrieb zu ermöglichen und gleichzeitig der Infektionsgefahr Rechnung zu tragen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die erforderlich sind, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Dabei ist jetzt in der Tat ein sehr großer Informationsberg herausgekommen. Die wesentlichen Regelungen werden natürlich in den Klassen / Kursen erneut thematisiert, aber es ist mir wichtig, dass auch Sie über die wesentlichen Eckpunkte informiert sind.

Bis auf Weiteres gelten folgende Regelungen für unsere Schule:

1.        Unterricht, Abstand und Masken
Unterricht lebt von Interaktion und der aktiven Auseinandersetzung mit den Lerngegenständen. Dies ist mit Abstand nur begrenzt möglich. Daher hat das Kultusministerium in Abstimmung mit dem Sozialministerium und dem Landesgesundheitsamt entschieden, das nach dem Kohortenprinzip unterrichtet wird. Eine Kohorte bildet i. d. R. eine Klasse. Innerhalb des Unterrichtsraums gilt keine Abstandsregel und keine Pflicht zum Tragen einer Maske. Außerhalb der Unterrichtsräume gilt ausnahmslos eine Pflicht zum Tragen einer Maske, die sowohl Mund als auch Nase bedeckt. Die Pflicht erstreckt sich auch auf die Außenbereiche und beginnt mit dem Betreten des Schulgeländes.
Während des Unterrichts muss durch regelmäßiges Lüften ein kompletter Luftaustausch im Raum herbeigeführt, um die Ansammlung großer Aerosolmengen in der Raumluft zu verhindern. Bitte achten Sie auf ausreichend warme Kleidung!

2.        Wer darf in den Unterricht kommen?
In den letzten Wochen kam vermehrt die Sorge auf, dass man auch mit einem einfachen Schnupfen nicht in die Schule kommen darf. Diese Sorge kann ich Ihnen nehmen. Das Landesgesundheitsamt hat zu dieser Frage ein Flussdiagramm entwickelt, mit dem beurteilt werden kann, ob ein Schulbesuch im Falle von Erkältungssymptomen möglich ist. Dieses Flussdiagramm mit Erläuterungen finden Sie anliegend. Dies wird auch von unserer Seite bei der Beurteilung von Krankheitssymptomen zugrunde gelegt.
Gleichwohl sind wir darauf angewiesen, dass sich alle ihrer Verantwortung gegenüber den anderen Personen an der Schule bewusst sind. Aus diesem Grund muss für alle Schülerinnen und Schüler eine Gesundheitserklärung durch einen Personensorgeberechtigten abgegeben werden. Das Formular erhalten Sie ebenfalls anliegend. Auf diesem Formular erfahren Sie auch, unter welchen Bedingungen ein Schulbesuch ausgeschlossen ist.
Grundsätzlich können die Eltern / Sorgeberechtigten entscheiden, dass ihr Kind nicht am Präsenzunterricht teilnehmen soll, weil z.  B. aufgrund einer Vorerkrankung eine besondere Gefährdung für einen schwerwiegenden Verlauf im Falle einer Covid-19-Infektion besteht. Diese Entscheidung wird grundsätzlich, also nicht von Tag zu Tag oder von Woche zu Woche getroffen und muss der Schule schriftlich angezeigt werden.


3.        Beginn des ersten Schultags
Unsere neuen 5er starten am Dienstag um 8:30 Uhr und werden vor der Schule von Ihren Klassenleitungsteams begrüßt und nacheinander in die Klassenräume geführt. Ihr erster Schultag endet um 12:15 Uhr.
Alle anderen Klassen starten bereits am Montag. Anliegend hat Frau Hebsacker-Zöllmer eine Übersicht erstellt, der Sie entnehmen können, welche Klassenstufe zu welcher Zeit über welchen Zugang in die Schule gelangt. Durch den gestaffelten Beginn verhindern wir ein großes Durcheinander auf den Gängen.
Wichtig: Alle Schülerinnen und Schüler müssen am Eingang die unterschriebene Gesundheitserklärung (Vordruck s. Anlage) vorzeigen und einen Mund-Nase-Schutz tragen. Schülerinnen und Schüler, die die Erklärung nicht ausgefüllt und unterschrieben dabei haben oder keine Maske tragen, müssen wir nach Hause schicken. Die Gesundheitserklärung wird anschließend von den Klassenleitungsteams eingesammelt. Anliegend erhalten Sie auch die entsprechende Information zum Datenschutz.
Sollten Sie keine Gelegenheit haben, das Formular zur Gesundheitserklärung auszudrucken, können Sie als sorgeberechtigte Person Ihr Kind zur Schule begleiten und diese Erklärung dort schriftlich abgeben. An den Eingängen werden Blankoformulare vorgehalten.

4.        Laufwege im Schulhaus
Bereits zum Ende des vergangenen Schuljahres war erkennbar, dass die eingeführte Einbahnstraßenregelung nicht von allen befolgt wurde. In Anbetracht der Tatsache, dass ab nun wieder die volle Personenzahl im Haus unterwegs ist, ist eine Durchsetzung des Einbahnstraßensystems nicht realistisch und sinnvoll. Alle Flure und Treppenhäuser sind ausreichend breit, dass auch bei Begegnungen in entgegengesetzter Laufrichtung der Abstand von 1,5 m eingehalten werden kann, wenn alle Beteiligten stets rechts und hintereinandergehen. Zur Unterstützung haben wir entsprechende Bodenmarkierungen angebracht.
Engstellen bilden hierbei die Türen in den Fluren, die aber nicht offen verkeilt werden dürfen, da es sich um überwiegenden Teil um Brandschutztüren handelt, die im Brandfall das Übergreifen eines Feuers auf andere Gebäudeteile verzögern, sodass eine Evakuierung möglich ist.  Hier müssen wir, ähnlich wie bei Fahrbahnverengungen im Straßenverkehr, aufeinander Rücksicht nehmen.

5.        Vermeidung von Ansammlungen
Um Ansammlungen von Personen aus unterschiedlichen Klassen zu vermeiden, bleibt der Aufenthalt auf den Fluren sowie in der Aula und dem kleinen Pub untersagt. In der Pause gehen alle Schülerinnen und Schüler auf kürzestem Weg auf den jeweils zugewiesenen Pausenbereich (Information erfolgt über die Klassenleitungen). Bei Niederschlag können die Schülerinnen und Schüler in den Klassenzimmern verbleiben.
Bitte achten Sie für die Pause auf ausreichend warme Kleidung, gerade im Hinblick auf die kommende kühlere Jahreszeit.
Damit sich keine Ansammlungen vor den Unterrichtsräumen bilden, werden die Klassenzimmer nicht abgeschlossen. Es sollen also auch keine Wertgegenstände zurückgelassen werden. Eine Haftung durch die Schule ist ausgeschlossen. Unbedingt notwendige Wertsachen müssen stets mitgeführt werden.

6.        Mittagspause, Aufenthaltsbereiche
Wir gehen davon aus, dass die Mensa einen eingeschränkten Betrieb innerhalb der ersten beiden Unterrichtswochen aufnehmen wird. Informationen zu Umfang und Regelungen für den Mensabetrieb erhalten Sie in der ersten Unterrichtswoche durch die Schulfamilie.
Freie Angebote, wie die Nutzung des Computerraums oder der Schülerbücherei in der Mittagspause, sind nicht möglich.
Im Falle von Freistunden können die Klassen 10 ihr Klassenzimmer oder einen anderen über den Vertretungsplan zugewiesenen Aufenthaltsraum nutzen.
Die Kursstufe, die zwangsläufig auch Hohlstunden im Unterricht hat, kann den Oberstufenraum oder die Räume S201 bzw. S212 nutzen. Den Schlüssel gibt es im Sekretariat. Dort werden Personen und Aufenthaltsdauer dokumentiert. Die entleihenden Personen sind dafür verantwortlich, dass der Schüssel wieder zurückgegeben und der Raum in einem ordnungsgemäßen Zustand zurückgelassen wird.

7.        AG-Angebote
Das AG-Angebot muss reduziert werden, da klassenstufenübergreifende Angebote ausgeschlossen sind. Über die angebotenen AGs und deren Umfang werden die Schülerinnen und Schüler in den Klassen informiert.

8.        Was ist mit Schülerinnen und Schülern, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen?
Hier muss unterschieden werden: Kann jemand aufgrund einer akuten Erkrankung (Kopfschmerzen, Schnupfen) für wenige Tage nicht zur Schule kommen, ändert sich zu unserem bisherigen Verfahren nichts. Die erkrankten Schülerinnen und Schüler sollen sich erholen und nach Genesung wieder in die Schule kommen.
Kann am Unterricht über längere Zeit nicht am Unterricht teilgenommen werden, z. B. weil wegen des Kontakts zu einer an Covid-19 erkrankten Person häusliche Quarantäne angeordnet wurde, nehmen die betroffenen Schülerinnen und Schüler am Online-Unterricht teil. Die Materialien aus den Unterrichtsfächern werden in den virtuellen Unterrichtsräumen auf Moodle eingestellt. Es erfolgt eine Betreuung durch Lehrkräfte in Form eines Online-Coachings, die telefonisch oder digital Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern zu Hause halten, so wie das die Klassenleitungsteams vor den Ferien getan haben. Die betreuende Lehrkraft wird den Schülerinnen und Schülern im Bedarfsfall zugewiesen.

9.        Was passiert, wenn wir wieder ganz oder teilweise die Schule schließen müssen?
Wir wünschen es uns natürlich nicht, sind aber auch hier auf verschiedene Szenarien vorbereitet.
Es ist dabei denkbar, dass wir die Abstandsregel wiedereinführen oder die Schule zeitweise ganz schließen müssen. Anbei erhalten Sie eine visualisierte Darstellung, wie wir beim Eintreten dieser verschiedenen Szenarien reagieren.
Wichtige Information dazu: ab sofort können auch Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Online-Unterricht erbracht werden, zur Leistungsmessung herangezogen werden, wenn die jeweilige Lehrkraft dies ankündigt.

10.        Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten
Mit dem Sonderpaket zur Digitalisierung soll es Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden, am Online-Lernen teilzunehmen, auch wenn in der Familie keine ausreichende Anzahl von Endgeräten zur Verfügung steht. Die Beschaffung erfolgt über die Stadt als Schulträger. Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat beschlossen, dass sich die Anzahl der den Schulen zur Entleihe zur Verfügung gestellten Geräte an der Anzahl der Familien mit Bonus-Card orientiert. Ein Liefertermin kann seitens der Stadt aufgrund der Vielzahl der anzuschaffenden und zu konfigurierenden Geräte noch nicht genannt werden, nach meiner Kenntnis ist die Bestellung aber erfolgt.
Sobald uns diese Leihgeräte zur Verfügung stehen und wir Schülerinnen bzw. Schüler haben, die nicht in den Präsenzunterricht kommen können, werde ich Sie über die Möglichkeiten zur Entleihe informieren.

11.        Schullandheime, Studienfahren, Austausche, andere außerunterrichtliche Veranstaltungen
Grundsätzlich sind außerunterrichtliche Veranstaltungen möglich, wenn alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können.
Ausgeschlossen sind mehrtägige Veranstaltungen. Diese sind derzeit bis mindestens 31.01.2021 untersagt. Eine Verlängerung erfolgt in Abhängigkeit vom weiteren Infektionsgeschehen, weshalb wir derzeit alle diesbezüglichen Planungen ruhen lassen.

12.        Elterngespräche, Klassenpflegschaften, Elternbeirat, …
Schule lebt von der persönlichen Begegnung. Dies gilt natürlich auch für den Kontakt von Eltern zur Schule. Einzelne Elterngespräche mit Lehrkräften sind nach Voranmeldung bei der Lehrkraft grundsätzlich möglich.
Für die Klassenpflegschaften sowie den Elternbeirat und die Schulkonferenz ergibt sich das Problem, dass wir die in der Corona-Verordnung für Veranstaltungen festgeschriebenen Abstände und Hygienemaßgaben einzuhalten haben. Damit ist eine Durchführung in der herkömmlichen Form nicht möglich. Das Kultusministerium hat hierzu schon vor den Ferien mitgeteilt, dass solche Veranstaltungen und Konferenzen auf ein unbedingt notwendiges Maß zu beschränken sind. Die Elternbeiratsvorsitzenden sind diesbezüglich im Austausch mit dem Gesamtelternbeirat und dem Landeselternbeirat, um Möglichkeiten zu eruieren. Sobald hier eine Entscheidung gefallen ist, werden Sie hierüber informiert.

Zu allen Fragen der Unterrichtsorganisation erhalten Sie anbei eine Information von Frau Hebsacker-Zöllmer.

Nun freuen wir uns auf den Start des neuen Schuljahres. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam alle Herausforderungen meistern und füreinander Sorge tragen, dass wir alle gesund und unbeschadet aus dieser Pandemie hervorgehen können.
In diesem Sinne freue ich mich auf einen guten Start und sende
beste Grüße

Frank Bäuerle


Unser langjähriger Kollege


Jean Chauvet

ist verstorben.
Sein Tod hat bei uns allen eine tiefe Betroffenheit und Traurigkeit ausgelöst. 
Er hat mit seinem Wirken das Hegel-Gymnasium über Jahrzehnte mitgeprägt und durch seine besonders feine, bescheidene und charmante Art bereichert. 



Von 1966 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1996 war das Hegel-Gymnasium seine Schule. Für das damalige Oberschulamt war er in der Lehrerfortbildung sowie in zahlreichen Abiturkommissionen tätig.


An unserer Schule hat er den St. Brevin-Austausch initiiert und die daraus entstandene Freundschaft stets begleitet. Über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus war er unserer Schule eng verbunden. Bis 2020 hat er zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf Fremdsprachenwettbewerbe vorbereitet, Nachhilfe gegeben und sogar in Familien Integrationshilfe geleistet. Die Arbeit mit jungen Menschen war für ihn nach eigenen Angaben sein Antrieb, bis in sein 90. Lebensjahr hinein jede Woche bei uns präsent zu sein. Durch seine beständige Neugier auf junge Menschen, ihre Ansichten und Lebensweise war er bei den Schülerinnen und Schülern ein hochangesehener und beliebter Gesprächspartner. 



2016 beglückwünschte unsere damalige Schulleiterin, Barbara Graf, Herrn Chauvet zu seinem "Goldenen Hegel-Jubiläum" und seinem 20. Jahrestag des Eintritts in den Ruhestand. Den Bericht hierzu finden Sie auf unserer Homepage: https://www.hegelgymnasium.de/cms/index.php/aktuelles/berichte/391-goldenes-hegel-jubilaeum-lehrer-hr-chauvet-seit-1966-fuer-hegel-gymnasium-taetig 
Auch die Stuttgarter Zeitung berichtete seinerzeit.



Mit seinem Wirken bleibt er ein Vorbild für alle Lehrerinnen und Lehrer und hinterlässt in der Mitte unserer Schulgemeinschaft eine große Lücke.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der gesamten Familie.

Der SWR hat die Reihe "Corona Chroniken - Arbeitsalltag in der Krise" aufgelegt und Herrn Bäuerle am 17.03.2020 – dem ersten Tag der Schulschließung – interviewt. Das Interview gibt es beim SWR als Podcast zum Nachhören.

Liebe Eltern,

wie heute vormittag angekündigt, möchte ich Sie über den Start in die kommende Woche informieren und über die Konsequenzen aus den verhängten Maßnahmen berichten, soweit ich dies zum jetzigen Zeitpunkt kann.

In Absprache mit den Vorsitzenden des Elternbeirats, Frau Dr. Queckenberg und Herr Emhardt, sowie Frau Schernikau als Vorsitzende der Schulfamilie kann ich Ihnen Stand jetzt folgende Informationen geben:

1. Am Montag verfahren wir nach folgendem Plan:        
        1. - 4. Stunde:        Unterricht nach Plan, VERA8 (Mathematik) entfällt ersatzlos
        5. Stunde:        Stunde beim KL-Team. In dieser Stunde werden die Aufgabenpakete (s. Punkt 3) ausgegeben.
               Entgegen der ersten Information kann leider kein Mittagessen angeboten werden!
        nachmittags:        Notfallbetreuung (s. Punkt 4), kein Nachmittagsunterricht

2. Ab Dienstag, dem 17.03.2020 bleibt die Schule für Unterrichtszwecke bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Alle in dieser Zeit stattfindenden außerunterrichtlichen Veranstaltungen, Praktika, Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen der Schule (inkl. Schulball) entfallen ersatzlos. Die Sitzung des Elternbeirats wird verschoben. Die Schülerinnen und Schüler, die ein BoGy-Praktikum vereinbart haben, teilen ihren Praktikumsstellen die Absage unter Verweis auf die landesweiten Schulschließungen bitte mit.

3. Die Lehrkräfte einer Klasse stellen, wo dies sinnvoll möglich ist, Übungsaufgaben  für die Dauer von einer Woche zusammen und geben diese vervielfältigt den jeweiligen Klassenlehrer*innen, damit diese die Aufgabenpakete am Montag in den Klassen verteilen (s. Punkt 1). Für die folgenden Wochen stellen Sie diese bitte dem KL-Team bis Freitags digital zur Verfügung. Die Verteilung erfolgt dann voraussichtlich per Mail. Über Details hierzu werden wir Sie im Laufe der kommenden Woche informieren. Es handelt sich dabei um Übung und Wiederholung bereits erarbeitetem Unterrichtsstoff. Eine eigenständige Erarbeitung neuer Inhalte ist nicht vorgesehen.
In der Kursstufe arbeiten wir noch einem sinnvollen Verteilungskonzept. Die Schülerinnen und Schüler werden am Montag in der 5. Stunde durch ihre Tutorinnen bzw. Tutoren informiert.

4. Die Schulen richten eine Notfallbetreuung für Kinder der Kl. 5 und 6 ein. Diese wird in der Zeit eingerichtet, in der der planmäßige Unterricht stattfinden bzw. vertreten würde. Die Notfallbetreuung steht nur den Kindern (Kl. 5/6) offen,  deren Eltern beide in Bereichen der "kristischen Infrastruktur" arbeiten. Zur kritischen Infrastruktur zählen insbesondere die Gesundheitsversorgung (medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten), die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), die Sicherstellung der öffentlichen lnfrastruktur (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), sowie die Lebensmittelbranche. Grundvoraussetzung ist dabei, dass beide Erziehungsberechtigte der Schülerinnen und Schüler, im Fall von Alleinerziehenden der oder die Alleinerziehende, in Bereichen der kritischen lnfrastruktur tätig sind.
Bitte schreiben Sie uns bis Sonntag, 15.03.2020, 20 Uhr eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn Sie einen Bedarf an einem Notfallbetreuungsplatz haben und gem. der vorstehenden Definition zur Inanspruchnahme berechtigt sind, damit wir diese ggf. in Kooperation der umliegenden Schulen planen können. Bitte geben Sie dabei Name des Kindes, Ihre Berufe und Arbeitgeber an.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie ggf. um einen Nachweis Ihres Beschäftigungsverhältnisses bitten müssen, um den berechtigten Anspruch zu prüfen. Nur so kann gewährleistet werden, dass wir ein unnötig großes Infektionsrisiko durch zu große Gruppen erhalten.

5. In Klärung ist gerade, inwieweit Prüfungen mit wenigen Personen, und damit einem deutlich reduzierten Infektionsrisiko, (z. B. fachpraktisches Abitur in BK) trotz genereller Schließung stattfinden können. Hierzu erwarte ich am Montag eine verlässliche Auskunft. Selbstverständlich gebe ich die Informationen dann umgehend an Sie bzw. die betroffenen Personengruppen weiter.

Anliegend übersende ich Ihnen die Pressemitteilung des Kultusministeriums zur Kenntnis.

Als ich Ihnen zu Beginn der Woche geschrieben habe "Ich bin ehrlich, wenn ich Ihnen schreibe, dass ich auch nicht weiß, wie es morgen oder in ein paar Tagen aussieht" habe ich mir eine so schnelle Schließung der Schulen nicht vorstellen können. Ich kann die Entscheidung der verantwortlichen Personen aber voll und ganz nachvollziehen. Angesichts der sprunghaft steigenden Zahlen nachgewiesener Fälle bedarf es offenbar drastischer Einschnitte um die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren und so eine Überlastung unserer Gesundheitseinrichtungen vorzubeugen.
Ich möchte mich an dieser Stelle, die zweifelsfrei eine Zäsur darstellt, ganz herzlich für Ihren umsichtigen und besonnenen Umgang mit dieser Infektionswelle in den vergangenen zwei Wochen bedanken. In der Pressekonferenz wurde gesagt, dass die getroffenen Vorkehrungen erhebliche Zumutungen für uns alle bedeuten. Das ist ganz zweifelsfrei richtig, aber in der Not zeigt sich die Stärke einer Gemeinschaft. Wir sollten dabei an die denken, die erkrankt oder in häuslicher Isolation sind. Bisher haben die, die uneingeschränkt zur Schule gehen können, einfach ein ganzes Stück Glück gehabt und wir sind es uns gegenseitig schuldig, nun zusammenzustehen und mit den Einschränkungen zu leben, um möglichst schnell in eine gewisse "Normalität" zurückkehren zu können.

Ein besonderes Dankeschön geht an den Elternbeirat und die Schulfamilie mit PUB-Team: Durch die unkomplizierten Absprachen und intensiven Beratungen in den letzten Stunden, Tagen und Wochen, können wir nun ins Wochenende gehen: wohl wissend, dass die kommenden Tage und Wochen "anders" werden, aber nicht ganz ratlos.

In diesem Sinne: Ihnen ein schönes Wochenende und geben Sie auf sich acht!

Beste Grüße
Frank Bäuerle