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Maya Aul und Luise Queckenberg, beide Schülervertreterinnen am Hegel-Gymnasium, wurden beauftragt, während der Gedenkfeier des Volksbundes für Kriegsgräber vorzulesen. Die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich auf beiden Seiten des Denkmals versammelt. Anwesend war eine Delegation der Bundeswehr und der amerikanischen Armee.

Die Veranstaltung begann mit zwei Musikstücken, die vom Reservistenmusikzug 28 Ulm gespielt wurden. Anschließend sprach Bürgermeister Dr. Martin Schairer Gedenkworte über die Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs, wobei er an sowohl an jene Menschen erinnerte, die damals ihre Heimat verlassen mussten als auch an die Opfer der Judenverfolgung. Er schloss seine Ansprache mit einem Zitat des Preisträgers des Deutschen Buchpreis 2019 sinngemäss: "Wer den Krieg vergessen will, bereitet den nächsten Krieg vor".


Danach gingen Maya Aul und Luise Queckenberg ans Pult. Mit ruhiger und deutlicher Stimme lasen sie alternierend die sieben Abschnitte des Textes von Bundespräsident Theodor Heuss (1952) "Totengedenken" vor. Ein Abschnitt schien mir besonders eindrucksvoll:

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden,

weil sie einem anderen Volk gehörten,

einer anderen Rasse zugerechnet wurden,

Teil einer Minderheit waren oder deren Leben

wegen einer Krankheit oder Behinderung als

lebensunwert bezeichnet wurde.

Maya und Luise danken wir dafür, dass sie diesen Text für alle Zuhörer zugänglich gemacht haben. Es folgte dann das Soldatenlied mit Solotrompete:

Ich hatte einen Kameraden

Einen besseren findest du nicht

Nach Kranzniederlegungen am Denkmal "Mutter der Heimat" endete die Veranstaltung.

Jean Chauvet