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Mit 85 Jahren immer noch mit größtem Elan, kluger Umsicht, ausgesuchter Höflichkeit und voller Freude an Jugendlichen für das Hegel-Gymnasium unterwegs.

Mehrere Tage jede Woche betritt Herr Chauvet ganz selbstverständlich das Hegel-Gymnasium, um Schüleraustauschgruppen aus Italien, Frankreich oder England durch Stuttgart zu begleiten, Jugendlichen Nachhilfe zu geben oder bundesweite Fremdsprachenwettbewerbe vorzubereiten, durchzuführen oder die abgegebenen Beiträge zu korrigieren.
Mit einem großen Dankeschön, einem kleinen Sektempfang und einem habhaften Bücherpaket hat sich die Schulleitung bei diesem großen Vorbild und klugen Mentor bedankt.

Herr Chauvet startete am 1. April 1966 mit dem Unterrichten in Französisch, Englisch und katholischer Religion am Hegel-Gymnasium und kann somit das 50.jährige Jubiläum seiner Tätigkeit für die Schulgemeinschaft des Hegel-Gymnasiums feiern. Für den französischen Staatsbürger gehörte auch damals noch eine gehörige Portion Mut oder die große Liebe dazu, in das Land der ehemaligen Kriegsgegner umzusiedeln. Neben seinem Unterricht ließ er sich bereits 1966 genehmigen, nebenberuflich Englisch-Unterricht an der Landespolizeischule zu erteilen. Bereits 1982 bedankte sich die Französisch-Fachreferentin des damaligen Oberschulamtes - heutiges Regierungspräsidium - bei dem ausgewiesenen Frankreichkunde-Experten für die große Unterstützung bei Fortbildungen und der Auswahl von Abiturklausuren und dem Erstellen landeskundlicher Arbeitsmaterialien. Diese Tätigkeiten ließ er sich bis weit nach seiner späteren Pensionierung nicht nehmen.

Am Hegel-Gymnasium gestaltete Herr Chauvet jahrzehntelang einen Frankreich-Austausch für die Jugendlichen und führte sehr erfolgreich Französisch-Kurse zum Abitur. Vor 20 Jahren wurde er pensioniert. Allerdings war er damals eher empört darüber, dass er gegen seinen entschiedenen Willen von seinen geliebten Schülern abgezogen werden sollte. Daher durfte er sofort nach seiner Pensionierung auch weiter Klassen unterrichten. Als er bereits 75 Jahre alt geworden war, folgte er noch einmal der Bitte, doch für einige Monate für einen erkrankten Kollegen einzuspringen und Schüler zu unterrichten.
Welche Schule kann sich so glücklich schätzen, dass unsere Jugendlichen und unser Kollegium einen so Hochbetagten, Engagierten und Klugen aktiv unter sich erleben dürfen?

Herr Chauvet, wir danken Ihnen aus ganzem Herzen!

B. Graf, OstDin