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Transparent, Kriterien klar!

„Ich weiß, dass ich nicht alles kann, aber ich will wissen, an welchen Stellen ich mein Lernen verbessern kann“, klärte mich eine Sechstklässlerin über ihren Ärger über eine Lehrkraft auf. Sie wollte lernen und wusste selbst ganz genau, dass man kaum gleichzeitig die eigene Handschrift verbessern, die Rechtschreibung korrigieren, den Sprachstil bearbeiten und auch noch voller kreativer Ideen übersprudeln kann. 

„Lernende, Eltern und Lehrende sind gemeinsam für gelingendes Lernen verantwortlich.“, heißt es im Leitbild des Hegel-Gymnasiums. Dazu benötigen wir alle ein Klima der Wertschätzung, in dem die Lernenden immer wieder erfahren, was ihre bereits vorhandenen Stärken sind, an denen sie anknüpfen können. Lernen kann dann gelingen, wenn die Lehrkräfte z.B. am Anfang einer Unterrichtseinheit transparent machen, welche zusätzlichen Kompetenzen erworben werden sollen. Anschließend sollten diese zu erwerbenden Kompetenzen regelmäßig Thema im Unterricht sein und dann auch Grundlage für die mündlichen Unterrichtsleistungen ebenso wie für Konzeption und Korrektur schriftlicher Arbeiten.

Lernende und Eltern wollen zu Recht wissen, auf welche Schwerpunkte in den einzelnen Unterrichtsfächern von den Lehrkräften geachtet wird. Unsere Lehrkräfte haben deshalb für ihr jeweiliges Fach geklärt, worauf es ihnen vor allem ankommt, um eine Entwicklung von Lernen zu beurteilen.

Daher finden sich hier nun die Kriterien für die Leistungsrückmeldungen in den einzelnen Fächern. Wir sind davon überzeugt, dass sich künftig jeder transparent eine Vorstellung schaffen kann, was von Lernenden am Hegel-Gymnasium erwartet wird. Dabei wissen wir Lehrkräfte genau, dass jedes Kind, jeder Jugendliche anders ist und mit anderen Schwerpunkten und in eigenem Tempo sein Lernen entwickelt. Außerdem bleibt jede Klasse in ihrer Dynamik, ihrem sozialen Gefüge und ihrer Leistungsfähigkeit besonders.
John Hattie fordert von der pädagogisch versierten Lehrkraft zu Recht: „Das Lernen durch die Augen der Schüler zu sehen.“

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Graf, OStDin