Von Pinguinen und Kraken, von Geigen und Gottesanbeterinnen, von Zeitmaschinen und vom Zeichnen – das Kunst-Leistungsfach der K1 erlebt einen Tag der Gegensätze in der Mannheimer Kunsthalle
Am 23. Januar standen wir mit dem Kunst-Leistungsfach schon zehn Minuten vor der offiziellen Öffnung vor den Toren der Mannheimer Kunsthalle – weil es an diesem Morgen so kalt war, durften die Besucher*innen trotzdem schon eintreten.
Die Kunsthalle Mannheim ist nicht nur die Geburtsstätte der Neuen Sachlichkeit und beherbergt als solche eine beachtliche Gemäldesammlung – vor allem bietet sie ihren Besucher*innen einen breiten, internationalen Querschnitt an modernen und zeitgenössischen Skulpturen und Installationen. Letztere standen bei unserem Besuch im Mittelpunkt unseres Interesses.
Bei einer ersten Sondierung auf den drei Etagen des an sich schon bemerkenswerten, da mehrere Architekturstile integrierenden Museumsbaus wurden nicht nur „Lieblingswerke“ unserer Schüler*innen gefunden, sondern es entstanden auch Skizzen vor besonders anregenden Arbeiten. Einige davon zeigen wir hier – auch anstelle von Fotos der im Folgenden genannten Werke aus jüngster Vergangenheit, die wir wegen der Bildrechte leider nicht auf der Homepage abbilden dürfen.
Neben den überwältigenden Rauminstallationen von William Kentridge („The Refusal of Time“, 2012) und Laure Prouvost („Mother“, 2021), der beklemmenden Auseinandersetzung mit „Rissen in der Geschichte“ durch Anselm Kiefer, neben impressionistischer Malerei und Plastik des 19. Jahrhunderts (Manet, Pissarro, Cézanne, Van Gogh sowie Degas und Rodin), Rebecca Horns „Inferno“ aus Krankenhausbetten und dissonant krächzenden Geigen, James Turrells Licht-Räumen („Split Decision“, 2018), Louise Nevelsons riesiger Assemblage aus hölzernen Fundstücken („Vision One“, 1961) und Klassikern der Moderne wie Umberto Boccioni („Forme uniche della continuità nello spazio“, 1913) oder Constantin Brâncuși („Le Grand Poisson“, 1930-1968) hat es uns eine aktuelleArbeit ganz besonders angetan; von ihr gibt es hier – mit freundlicher Genehmigung der Kunsthalle Mannheim – gleich mehrere Bilder: „The Birds“ der dänischen Künstlerin Benedikte Bjerre aus dem Jahr 2017, die mit Hilfe einer großen Schar kleiner Pinguine aus Helium-Ballons den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel und dessen Folgen direkt und eindrücklich vermittelt. „The Birds“ bewegt sich infolge jeder Bewegung der Betrachtenden, die körperliche Interaktion mit dem Kunstobjekt ist beabsichtigt – hier haben wir besonders viel Zeit verbracht und neben aller Reflexion auch viel Spaß gehabt. Mit einem letzten Blick auf Francis Bacons schreienden Papst („Pope II“, 1951), der uns im kommenden Jahr noch lange beschäftigen wird, verließen wir die Kunsthalle am frühen Abend in bester Stimmung.
Unser großer Dank gilt der Schulfamilie des Hegel-Gymnasiums, die unsere Exkursion nach Mannheim finanziell großzügig unterstützt hat.
Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2026 von Newsfeed
Von Pinguinen und Kraken, von Geigen und Gottesanbeterinnen, von Zeitmaschinen und vom Zeichnen – das Kunst-Leistungsfach der K1 erlebt einen Tag der Gegensätze in der Mannheimer Kunsthalle
Am 23. Januar standen wir mit dem Kunst-Leistungsfach schon zehn Minuten vor der offiziellen Öffnung vor den Toren der Mannheimer Kunsthalle – weil es an diesem Morgen so kalt war, durften die Besucher*innen trotzdem schon eintreten.
Die Kunsthalle Mannheim ist nicht nur die Geburtsstätte der Neuen Sachlichkeit und beherbergt als solche eine beachtliche Gemäldesammlung – vor allem bietet sie ihren Besucher*innen einen breiten, internationalen Querschnitt an modernen und zeitgenössischen Skulpturen und Installationen. Letztere standen bei unserem Besuch im Mittelpunkt unseres Interesses.
Bei einer ersten Sondierung auf den drei Etagen des an sich schon bemerkenswerten, da mehrere Architekturstile integrierenden Museumsbaus wurden nicht nur „Lieblingswerke“ unserer Schüler*innen gefunden, sondern es entstanden auch Skizzen vor besonders anregenden Arbeiten. Einige davon zeigen wir hier – auch anstelle von Fotos der im Folgenden genannten Werke aus jüngster Vergangenheit, die wir wegen der Bildrechte leider nicht auf der Homepage abbilden dürfen.
Neben den überwältigenden Rauminstallationen von William Kentridge („The Refusal of Time“, 2012) und Laure Prouvost („Mother“, 2021), der beklemmenden Auseinandersetzung mit „Rissen in der Geschichte“ durch Anselm Kiefer, neben impressionistischer Malerei und Plastik des 19. Jahrhunderts (Manet, Pissarro, Cézanne, Van Gogh sowie Degas und Rodin), Rebecca Horns „Inferno“ aus Krankenhausbetten und dissonant krächzenden Geigen, James Turrells Licht-Räumen („Split Decision“, 2018), Louise Nevelsons riesiger Assemblage aus hölzernen Fundstücken („Vision One“, 1961) und Klassikern der Moderne wie Umberto Boccioni („Forme uniche della continuità nello spazio“, 1913) oder Constantin Brâncuși („Le Grand Poisson“, 1930-1968) hat es uns eine aktuelle Arbeit ganz besonders angetan; von ihr gibt es hier – mit freundlicher Genehmigung der Kunsthalle Mannheim – gleich mehrere Bilder: „The Birds“ der dänischen Künstlerin Benedikte Bjerre aus dem Jahr 2017, die mit Hilfe einer großen Schar kleiner Pinguine aus Helium-Ballons den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel und dessen Folgen direkt und eindrücklich vermittelt. „The Birds“ bewegt sich infolge jeder Bewegung der Betrachtenden, die körperliche Interaktion mit dem Kunstobjekt ist beabsichtigt – hier haben wir besonders viel Zeit verbracht und neben aller Reflexion auch viel Spaß gehabt. Mit einem letzten Blick auf Francis Bacons schreienden Papst („Pope II“, 1951), der uns im kommenden Jahr noch lange beschäftigen wird, verließen wir die Kunsthalle am frühen Abend in bester Stimmung.
Unser großer Dank gilt der Schulfamilie des Hegel-Gymnasiums, die unsere Exkursion nach Mannheim finanziell großzügig unterstützt hat.
Claudia Bahmer
Kategorie: Fächer Tags: Bildende Kunst, Exkursion