Künstlerische Metamorphose von Tiefseefischen

Im Kunstunterricht entstand in einer fünften Klasse eine kleine Unterrichtseinheit zum Thema Fische. Ausgangspunkt war eine Geschichte, zu der die Schülerinnen und Schüler jeweils einen Fisch in drei Entwicklungsstufen malten.

Das erste Bild zeigte nur einen sehr undeutlichen Umriss des Fisches. Die Form war verschwommen und kaum erkennbar, eher eine braune, ungenaue Fläche. Deshalb nannten wir dieses Bild den „Pudding“.

Beim zweiten Bild sollte der Fisch schon etwas klarer werden. Es sollte eine Mischung aus dem ersten, noch sehr undeutlichen Bild und dem letzten, fertigen Fisch sein. Diese Zwischenstufe nannten wir den „Puddingfisch“, weil sich hier der verschwommene Pudding langsam in einen richtigen Fisch verwandelte.

Das dritte Bild zeigte schließlich den fertigen Tiefseefisch: bunt, ungewöhnlich und deutlich erkennbar.

Nachdem alle Schülerinnen und Schüler ihre drei Bilder gemalt hatten, wurden sie auf dem Gang ausgelegt. Für eine kleine Aufgabe im Unterricht teilten wir die Bilder in drei Haufen auf. Die Schülerinnen und Schüler sollten herausfinden, welche drei Bilder jeweils zusammengehören und die richtige Reihenfolge bilden. Dabei entstanden viele überraschende und manchmal ziemlich abstruse Verbindungen zwischen den verschiedenen Fischen.

So wurde diese kleine Kunstaktion auf dem Gang zu einem Rätsel darüber, welcher Pudding, welcher Puddingfisch und welcher Tiefseefisch eigentlich zusammengehört.