Exkursion: Die Geschichte der „Gastarbeiter“ in Bad Cannstatt
In den 1950er und 60er Jahren boomte die deutsche Wirtschaft, ein echtes „Wirtschaftswunder“. Doch hinter den Fabriktoren und Baustellen steckte die harte Arbeit von Millionen Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland kamen. Um herauszufinden, wie das Leben der sogenannten „Gastarbeiter“ damals wirklich aussah, hat unsere Klasse 10c eine Exkursion nach Cannstatt gemacht.
Bei einer spannenden Führung quer durch den Stadtbezirk wurde Geschichte für uns deutlich greifbarer als aus dem Schulbuch zu lesen. An verschiedenen Stationen bekamen wir einen Einblick in den damaligen Alltag: Wir hörten von den oft engen und menschenunwürdigen Bedingungen in den Wohnunterkünften, aber auch von den schönen Seiten, wie dem ersten echten Kulturaustausch mit den Einheimischen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten und der großen Sehnsucht bei den Reisen zurück in die Heimat.
Nach der Tour ging es für uns ins Stuttgarter Stadtarchiv. In Kleingruppen haben wir in einem Workshop mit echten historischen Quellen gearbeitet. Dabei haben wir uns mit sensiblen und wichtigen Themen wie dem alltäglichen Rassismus, dem wirklichen Leben in den Unterkünften oder den ersten Schritten zur Integration beschäftigt. Am Ende des Tages haben wir unsere Ergebnisse präsentiert.
Was bleibt, ist der Eindruck, dass Geschichte nicht nur in dicken Lehrbüchern steht, sondern direkt vor unserer Haustür in Cannstatt zu finden ist.
Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2026 von Newsfeed
Exkursion: Die Geschichte der „Gastarbeiter“ in Bad Cannstatt
Kategorie: Allgemein