FLAG-Projekt mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: RAUM-VERWANDLUNG(EN) der Klasse 10b

In einem weiteren, mit der Kunstakademie Stuttgart durchgeführten Projekt im Rahmen der FLAG-Kooperation („Forschungslabor – Akademie – Gymnasien“) beschäftigte sich die Klasse 10b zu Ende des Schuljahres 2021/22 mit dem Thema RAUM: Wie kann er erfahren werden? Welche Faktoren bestimmen die Raumwirkung? Wie können diese Wirkung und damit verbundene assoziative Zuschreibungen eines Raumes verändert werden?
In zwei Doppelstunden erkundeten die Schüler*innen der 10b zusammen mit der Akademiestudentin Julia Windhager schrittweise das Schulhaus des Hegel-Gymnasiums. Ausgehend vom Kunstraum wurde das gesamte Schulgelände auf Orte befragt, die bei den Schüler*innen besondere Emotionen auslösen. Gerade diese Orte wurden dann in kleinen Gruppen von den Schüler*innen der 10b umgestaltet, manchmal nur in Details, manchmal auf fundamentale, bewusst irritierende Weise.

Da es sich um ein temporäres Projekt handelte, wurden die Ergebnisse der Raumverwandlung von den Schüler*innen in Fotos festgehalten. In einigen Situationen begaben sich die Gestalter*innen selbst in die neu geschaffene Raumsituation, um deren Aussage und Wirkung durch die fotografisch festgehaltene Handlung noch zu unterstreichen.
Da es in der Kursstufe im Themenbereich Architektur ebenfalls um RAUMKONZEPTE geht, war dieses Projekt überdies ein anschaulicher Einstieg in ein für alle Schüler*innen alltagsrelevantes Thema der Bildenden Kunst.
Claudia Bahmer

Ein herzliches Dankeschön für die Kollekte beim Schulgottesdienst zum Schuljahresende

Seit fast 40 Jahren unterstützen das Werkgymnasium Heidenheim und der Schulverbund im Heckental die St. Teresas-High-School in Bhalukapara, Bangladesch. Bhalukapara liegt direkt an der indischen Grenze im Norden des Landes  – selbst für bangladeschische Verhältnisse ist die Infrastruktur noch sehr rückständig. Die Förderung dient dazu, den Bau und die Erweiterung von Schulgebäuden und die damit verbundene Infrastruktur (wie elektrische Leitungen etc.)  voranzubringen, Schulgeld, Arbeitsmaterial und Schuluniformen für Kinder ärmerer Familien zur Verfügung zu stellen oder um Lehrergehälter aufstocken zu können, damit sie nicht in größere Städte mit besserer Bezahlung abwandern.

Auch kleine Alltagserleichterungen wie Fahrräder für den teilweise langen Schulweg oder Wasserfilter für ärmere Familien werden ermöglicht. Dabei kommt jeder Cent ohne Verwaltungskosten mit Hilfe des Fördervereins direkt an. In Notsituationen wie bspw. der Flutkatastrophe mit Überschwemmungen, Deichbrüchen und zerstörten Häusern und Hütten wird für besonders betroffene Haushalte der Schülerschaft Hilfe geleistet. Momentan wird der Bau einer Grundschule in der Nähe der St. Teresas-High-School geplant.
Fördervereinsseite: www.schulpartnerschaft-bangladesch.de

Julia Brauswetter

FLAG-Projekt mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: „Lieblingswörter“ der Klasse 7b

Seit 2018 ist das Hegel-Gymnasium Partnerschule der Staatlichen Akademieder Bildenden Künste Stuttgart, nachdem wir uns im Wintersemester 2017/18 durch ein eigenes kunstpädagogisches Forschungsprojekt für das neu ausgerufene Rahmenprogramm „Forschungslabor – Akademie – Gymnasien“ qualifiziert haben.
Im Rahmen dieser Partnerschaft finden Projekte von Student*innen der Kunstakademie und Klassen des Hegel-Gymnasiums statt, die den Rahmen des regulären Unterrichts erweitern und auch finanziell von der Kunstakademie getragen werden. Dazu kommen Studierende der Akademie ans Hegel-Gymnasium und verbinden eigene künstlerischen Schwerpunkte mit kunstpädagogischen Zielsetzungen in der Zusammenarbeit mit unserer Schule.
In diesem Schuljahr fanden zwei FLAG-Projekte am Hegel-Gymnasium statt, davon eines in der Klasse 7b. Miriam Krämer, die in ihrer Forschungsarbeit Bezüge zwischen Sprache und bildnerischer Darstellung thematisiert, lud die Schüler*innen ein zur Beschäftigung mit ihrem jeweiligen „Lieblingswort“ – ein weites Feld, das viele, teils auch sehr persönliche Fragen eröffnet, wie schon zu Beginn der Einheit deutlich wurde. Dieses Lieblingswort sollte schließlich gestalterisch reflektiert werden – als Graffiti in der Vaihinger Hall of Fame.

Unsere Bilder zeigen den Entstehungsprozess von der Wortfindung, über den Entwurf der Schablonen bis hin zu der Aufbringung der Graffitis in der Hall of Fame am 21. Juli 2022. Die Worte und ihre Gestaltwerdung lassen ein spannungsvolles, spielerisches, mitunter auch humorvolles Bild von dem entstehen, was für die Schüler*innen der 7b bedeutsam ist.

Die Worte bleiben in der Hall of Fame, bis sie von einem oder einer anderen Graffiti-Künstler*in übersprüht werden – und treten damit immer wieder ein in einen Prozess der Veränderung und Umdeutung durch ihre Umgebung.

Claudia Bahmer

In 90 Minuten vom Hegel in den Orbit und zurück

Google hat sie populär und für ein breites Publikum verfügbar gemacht, genutzt werden sie in der Geographie aber schon lange: Satelliten- und Luftbilder zählen zum breiten methodischen Repertoire des Faches. Welch unheimlicher Aufwand jedoch nötig ist, bis ein nutzbares Satellitenbild vor uns liegt, konnten die Schüler:innen der 9a, 9b, 9c und 10c in Vaihingen direkt erfahren. Die Abteilung »Satellitentechnik« des Instituts für Raumfahrtsysteme an der Universität Stuttgart hat mit dem »Flying Laptop« gemeinsam mit Studierenden und Promovierenden einen eigenen Kleinsatelliten entwickelt, gebaut und in eine Höhe von 600 Kilometern befördern lassen, wo er bis heute seinen Bahnen um die Erde zieht, dabei Daten erhebt – und weiterhin von Stuttgart aus kontrolliert und gesteuert wird.

Doktorand Sebastian Wenzel erläuterte uns dazu die notwendigen Basics zur Erdbeobachtung. Weil auch in der Wissenschaft die Frage des Nachwuchses ein Thema ist, schilderte Professorin Sabine Klinkner in ihrem Vortrag die Vielfalt des Studienfaches »Luft- und Raumfahrttechnik«. Abgerundet wurde die Exkursion mit einer Führung durch das Kontrollzentrum, in dem die Livedaten zusammenlaufen. Vielen Dank an Frau Klinkner und ihr Team, das sich so viel Zeit für den Besuch vom Hegel-Gymnasium genommen hat.

Kunst im Eisenwerk: Die Exkursion des Leistungsfaches Bildende Kunst zur Völklinger Hütte

Am 13. Juli machte sich der Kunst-Leistungskurs ins Saarland auf zu einer besonderen Arbeitsstätte: der stillgelegten Industrieanlage „Völklinger Hütte“, die seit 1994 auch von der UNESCO in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Die riesige Anlage, die in allen Teilen zu besichtigen ist, ist in Völklingen weithin sichtbar durch ihre sechs Hochöfen – und heute überregional bekannt als außergewöhnliches Museum für zeitgenössische Kunst, die dort in wechselnden Ausstellungen vor dem Hintergrund der ehemaligen Industriearchitektur gezeigt wird.
Wir wollten dort zum einen den Ausstellungsbereich und die laufenden Ausstellungen sehen, zum anderen aber auch an Ort und Stelle praktisch arbeiten. Neben der Gebläsehalle, die eine groß angelegte Ausstellung von Musikvideos („The World of Music Video“) präsentiert, befindet sich auf dem weitläufigen Gelände ein zweiter Ausstellungsschwerpunkt, die „Urban Art Biennale“, in deren Rahmen mehr als 100 akutelle Arbeiten von 76 Graffiti- und Street Art-Künster*innen zu sehen sind.

Genauso interessant war für uns aber auch der äußere Rahmen der Ausstellungssituation, das Gelände selbst, das eine spannende und spannungsvolle Vielfalt an Rohrsystemen, gewaltigen Maschinen und zahlreichen Hallen bildet – ein eindrucksvoller Schauplatz, um das Thema „Landschaft“ aus einer weniger geläufigen Perspektive zu betrachten. Die Fotoarbeiten und Zeichnungen, die an Ort und Stelle entstanden, werden bald im Schulhaus zu sehen sein.
Möglich wurde unsere Exkursion durch die großzügige Unterstützung durch die Schulfamilie, für die wir herzlich danken!

Text und Fotos: Claudia Bahmer

Die 8b auf kommunaler Mission

Am 21. Juli machte sich die 8b auf den Weg in das Bezirksamt Vaihingen, um im Zuge der Unterrichtseinheit „Kommunalpolitik“ Informationen zum politischen Geschehen vor Ort aus allererster Hand zu erhalten.

Nach der freundlichen Begrüßung durch den Bezirksvorsteher, Herrn Jehle-Mungenast, und dessen Stellvertreter, Herrn Heinze, wurde der Klasse vom Chef des Hauses persönlich einiges zur politischen Entwicklung Vaihingens und den Besonderheiten der Stuttgarter Kommunalpolitik erläutert.

Anschließend wurde die 8b durch das Bezirksamt geführt. Im Standesamt entschloss sich ein Pärchen fast, die Gunst der Stunde zu nutzen und den heiligen Bund der Ehe zu schließen. Aufgrund nicht vorliegender Dokumente war dies dann aber leider nicht möglich.

Beim darauf folgenden Austausch zwischen der Klasse, Herrn Jehle-Mungenast, Herrn Heinze und Alex vom Jugendrat Vaihingen erhielten die Profis konstruktive Rückmeldungen zur Verbesserung städtischer Angebote in Vaihingen, gleichzeitig konnten die Jugendlichen einen Einblick in den Jugendrat und dessen Tätigkeit gewinnen, sodass einer aktiven Beteiligung im Jugendrat nach dessen Neuwahl zu Beginn des kommenden Jahres nichts mehr im Wege stehen sollte.

Die Klasse bedankt sich bei Herrn Jehle-Mungenast, Herrn Heinze und Alex für deren Bereitschaft, am heutigen Tag zur Verfügung gestanden und der wichtigen Kommunalpolitik ein Gesicht gegeben zu haben.

Philipp Sedlak

Stillleben des Kunst-Leistungsfaches der Jahrgangsstufe 1

Frei nach Paul Cézanne entstanden diese Stillleben des Leistungsfaches Bildende Kunst der K1 in Acryl auf Karton. Die Farbe hat hier die Hauptrolle: Aus ihr ergibt sich nicht nur die Plastizität der einzelnen Gegenstände, sondern die Wirkung des Bildes als Ganzes. Unterstützt wird diese Wirkung durch den sichtbaren Pinselduktus.
Die abgebildeten Gegenstände stammen aus dem lange gewachsenen Objektfundus von Frau Baumhauer – ihr gilt unser besonderer Dank!

Text und Fotos: Claudia Bahmer

Kleine Plastiken aus Ton – ein Versuch aus der 7b

Am Ende des Schuljahres hat sich die 7b noch dem Material Ton zugewandt – die kleinen, allansichtigen Plastiken, deren Ausgangspunkt ein mit der Hand gedrückter Tonklumpen bildet, verstehen sich als Einstieg in das dreidimensionale Arbeiten; sie werden nie ausdrücklich figürlich, sondern wirken allein durch ihre spannungsvoll gestaltete Form. Hier ein kleiner Ausschnitt aus unserem Annäherungsversuch; einander zugeordnet sind jeweils zwei Ansichten derselben Plastik.

Text und Fotos: Claudia Bahmer

Figur 1a
Figur 1b
Figur 2a
Figur 2b
Figur 3a
Figur 3b
Figur 4a
Figur 4b
Figur 5a
Figur 5b
Figur 6a
Figur 6b
Figurengruppe 1

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Boris-Siegel

25 Schulen aus der Region Stuttgart sind für ihr besonderes Engagement bei der Berufs- und Studienwahlorientierung mit dem Berufswahl-SIEGEL BoriS ausgezeichnet worden. Bei einer Veranstaltung im Stuttgarter IHK-Haus am Montag, 4. Juli 2022, erhielten auch wir, das Hegel-Gymnasium, für die Rezertifizierung diese Auszeichnung. Das Berufswahl-SIEGEL-Projekt verfolgt drei Ziele: Die Berufsorientierung von Schulabgängern zu verbessern, die Zusammenarbeit von Schulen und externen Partnern auszubauen sowie Transparenz hinsichtlich der Angebote und Aktivitäten zu schaffen, um den Wettbewerb anzuregen. Gleichzeitig werden die erprobten Instrumente anderen interessierten Schulen zugänglich gemacht und das Netzwerk weiter ausgebaut. Das Berufswahl-SIEGEL ist nach der Rezertifizierung fünf Jahre gültig. Danach kann sich die Schule erneut rezertifizieren lassen. Träger des Projektes sind der Baden-Württembergische Handwerkstag, der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und die Unternehmer Baden-Württemberg.

 

Der Austausch zwischen Schule und Wirtschaft ist wichtig und kann den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig Wege für ihre spätere Berufswahl aufzeigen. Vor dem Hintergrund des verschärften Fachkräftemangels ist das nicht nur für die jungen Menschen, sondern auch für die Wirtschaft von unschätzbarem Wert“, dankten die für das Projekt verantwortlichen Wirtschaftsorganisationen den beteiligten Schulen. Träger des Projektes sind der Baden-Württembergische Handwerkstag, der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag und der Verband Unternehmer Baden-Württemberg.

Natascha Rosenau

Eltern und Alumni stellen ihren Weg ins Berufsleben vor

Dieses Jahr hatten die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 10 die Möglichkeit einen Einblick in das Berufsleben verschiedener Freiwilliger zu gewinnen. 28 Personen haben sich bereit erklärt, ins Hegel-Gymnasium zu kommen, um ihren Weg ins Berufsleben vorzustellen. Es wurde 8 Personen aus verschiedensten Berufen (von der Bloggerin bis zum Richter) ausgewählt, welche am 29.06. auf eine Aula voller interessierter 10. Klässler getroffen sind. Im Vorfeld haben die SchülerInnen im WBS-Unterricht die Lebensläufe der ausgewählten Personen besprochen und konnten somit Fragen zu den verschiedenen Berufen vorbereiten.

Nach einer kurzen Eröffnungsrede und einer allgemeinen Vorstellung der (teilweise ehemaligen) Eltern, konnte man sich für die erste Runde einen Beruf auswählen. Für 20 Minuten haben in den Gruppen die Eltern ihren Lebenslauf, mit allen Höhen und Tiefen, und ihren jetzigen Beruf vorgestellt. Daraufhin konnten die SchülerInnen ihre Fragen stellen und sich somit selbst ein Bild von dem Beruf machen. Um nicht nur einen Eindruck zu gewinnen, gab es eine 2. Runde mit demselben Ablauf.

Der Abend war eine hilfreiche Erfahrung, welcher sicherlich vielen SchülerInnen in ihrer Berufswahl helfen wird oder einfach bestimmte Impulse gegeben hat. Wir möchten uns bei dem enormen Engagement der Eltern bedanken, ohne welche solch ein Abend nicht möglich gewesen wäre. Ein riesen Dankeschön geht an Frau Rosenau und Frau Gebauer, die diesen Abend gemeinsam geplant und umgesetzt haben.

Emma Pfitzner und Clarissa Schmidt