Wir verwenden einen Spiegel, um unser Gesicht zu sehen. Wir brauchen Kunst, um unsere Seele zu sehen.
G. B. Shaw
Um eine besondere Form der Kunst und vielleicht auch sich selbst besser kennenzulernen, begab sich die 7a am 30. November auf den Weg in das Staatstheater Stuttgart. Dort sollte die Klasse auf Ronja Räubertochter treffen, doch der Reihe nach:
Einen Tag vorher erhielten die Kinder Besuch von Herrn Tobias Rapp, Theaterpädagoge des Staatstheaters. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die neugierigen und äußerst spielfreudigen Kinder mit theaterästhetischen Mitteln auf ihren Besuch der Vorstellung vorzubereiten. So gingen die Schülerinnen und Schüler durch einen imaginären Winterwald, zogen sich in Höhlen zurück, mussten sich blind auf ihre anderen Sinne verlassen und durften mittels Standbilder einen Familienstreit in drei Ausschnitten darstellen.
Welche Bedeutung hierbei der Expressivität, der eigenen Wahrnehmung und dem Verständnis für verschiedene Alltagssituationen zuteilwurde, erfuhren die Kinder ganz praktisch. Gleichzeitig wurde quasi nebenbei die Frage nach der Inszenierung und der Rezeption eines Stücks geklärt: Jeder setzt das um, was er sieht, hört, fühlt und weiß; jeder nimmt wahr, was er sieht, hört, fühlt und weiß.
Begeben wir uns jetzt aber wieder zurück in das Theater, in dem die Kinder sodann die Arbeit der Schauspielerinnen und Schauspieler förmlich spüren konnten: Körper, Stimme, Gestik, Mimik, Bewegung – all das verschmolz in einem Zusammenspiel aller Akteure zu einem großen Ganzen, löste staunende Blicke aus und gipfelte schließlich in der Interaktion der Bühne mit dem Publikum. Die vierte Wand war gefallen, gemeinsames Schreien und Singen erfüllten den Raum. Ob dabei Seelen sichtbar wurden, wird noch erörtert werden.
Wir bedanken uns bei unserem Kooperationspartner, dem Staatstheater Stuttgart, für dessen Workshop und eine alle Sinne vereinnahmende Vorstellung.
Anlässlich des 70. Geburtstages der Landesverfassung Baden-Württembergs am 28. November richtete der Landtag in den Abendstunden einen festlichen Empfang aus, an welchem auch der Basiskurs Gemeinschaftskunde des Hegel-Gymnasiums teilnahm.
In Ihrer Eröffnungsrede betonte die Landtagspräsidentin Muhterem Aras die in der Landesverfassung festgeschriebene demokratische Wertegemeinschaft und das daraus resultierende Bekenntnis zu unverletzlichen Grund- und Menschenrechten. Gleichzeitig ging sie aber auf die aktuellen lokalen und globalen Herausforderungen ein, der sich unsere Demokratie stellen müsse. Eine Antwort darauf sei für sie eben genau unsere Landesverfassung, die „das Schild und Schwert der wehrhaften Demokratie“ symbolisiere.
Diesen Geist nahm anschließend der Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert der Universität Mannheim auf, der in fünf knappen Thesen die Verantwortung aller gesellschaftlichen Akteure bei dem Willen zu Freiheit und Demokratie betonte und konkrete Handlungsempfehlungen aus unserer Landesverfassung zur gelingenden Demokratie ableitete. Im Zentrum stand hierbei der Weg zur Identifikation mit den demokratischen Werten und Normen, der nur dadurch beschritten werden könne, diese Werte spür- und erlebbar zu machen. Hierbei nahm der Professor die Politikerinnen und Politiker in die Pflicht, insbesondere mit jungen Menschen ins Gespräch zu treten, Positionen zu erläutern und dabei in Schulen Präsenz zu zeigen. Im selben Atemzug benannte er auch die bedeutende Rolle der Schulen, die Erlebbarkeit der Demokratie zu ermöglichen.
Diesem appellativen Charakter folgte in der abschließenden Podiumsdiskussion der Austausch dreier Expertinnen und Experten, in der vor allen Dingen der Vorsitzende des Landesschülerbeirats, Berat Gürbüz, die Jugend ins Zentrum der Landesverfassung rückte, die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre begrüßte und dazu aufforderte, der Jugend mehr zuzutrauen, sie zu hören und weitere partizipative Angebote zu schaffen.
Die Teilnahme an dieser Feststunde war eine Bereicherung für uns, konnten wir doch sehen, in welch beeindruckender inhaltlicher und rhetorischer Manier miteinander ins Gespräch gekommen werden kann. Zudem wurde deutlich, dass die Schule relevante Aspekte des friedlichen demokratischen Zusammenlebens widerspiegelt.
Am nächsten Nachmittag durften wir uns erneut auf den Weg ins Zentrum der Demokratie aufmachen, um einer Plenardebatte des Landtags beizuwohnen und im Anschluss ein Abgeordnetengespräch zu führen. Insbesondere das Abgeordnetengespräch mit dem Landesverkehrsminister Hermann (Grüne), den Abgeordneten Haag (FDP), Gögel (AFD), Löffler (CDU) und der Abgeordneten Steinhülb-Joos (SPD) machte deutlich, dass politische Parteien eben keinen Einheitsbrei darstellen, sondern zu den von uns aufgerufenen Themen Mobilität, Mehrwertsteuerabsenkung für Gastronomen, Aufstockung des Bürgergelds und Ausstattung der Schulen äußerst konträre Positionen vertreten.
Auch diese Exkursion zeigte uns den Zusammenhang der individuellen Lebensweise und deren Abhängigkeit von der jeweiligen Repräsentation im Landtag. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der politischen Teilhabe und die Gestaltungskraft mündiger Bürgerinnen und Bürger klar, die uns unsere Heimat Baden-Württemberg ermöglicht. Wir bedanken uns deshalb beim Landtag für seine offenen Tore.
Am kommenden, ersten Adventswochenende findet im Vaihinger Bezirksrathaus wieder die große Vaihinger Schulbilderschau statt, bei der auch Schülerinnen und Schüler des Hegel-Gymnasiums ihre Werke aus dem Kunstunterricht zeigen; dabei sind alle Klassenstufen vertreten. Die Ausstellung ist zu sehen am 2. Dezember zwischen 11 und 18 Uhr und am 3. Dezember zwischen 11 und 16 Uhr.
Alle Mitglieder der Schulfamilie sind herzlich eingeladen zu kommen, die Bilder anzuschauen und ihre Stimme für die besten Arbeiten abzugeben. Bei der Bilderschau stellen etliche Vaihinger Schulen aus, sie zeigt einen breiten Überblick über die dort entstehenden künstlerischen Arbeiten. In den vergangenen Jahren war das Hegel-Gymnasium bei der Schulbilderschau sehr erfolgreich und hat schon einige Preise gewonnen.
Plakat: Zeichnung von Alessia Grauke, Schuljahr 2022/23 (Klasse 10c)
Vom 27. November – 1. Dezember findet am Hegel wieder eine vegetarische Woche in der Mensa statt. Jeden Tag gibt es mehrere vegetarische und mindestens ein veganes Gericht.
Einen Einblick in die Organisation der Kommunalpolitik vor Ort konnte heute eine Abordnung derachten Klassen des Hegel-Gymnasiums im Bezirksamt Vaihingen gewinnen. Dabei erfuhren die Kinder zunächst Historisches zum Bezirk Vaihingen, dessen Eingemeindung und seiner Wappengestaltung, um im Anschluss durch das Bezirksamt geführt zu werden.
Welche Aufgaben dabei der Kommunalpolitik zuteil werden, welche Rolle der Bezirksbeirat imZusammenspiel von politischen Entscheidungen und den Wünschen der Bürgerinnen und Bürgerneinnimmt und an wen sich junge Menschen im Bezirk wenden können, sollten sie Veränderungsbedarf beispielsweise bei den bestehenden Freizeitangeboten sehen, wurde ihnen aus erster Hand von Herrn Jehle-Mungenast, Herrn Foht, Frau Arol und der Jugendrätin Sylvie Jargstorff vermittelt.
Dabei wurde deutlich, dass die politisch Handelnden in Vaihingen dringend auf Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger angewiesen sind, um Verbesserungen im Sinne des Allgemeinwohls herbeizuführen. Diese Rückmeldung kam prompt und wurde sofort notiert. Wir sind nun gespannt, ob sich daraus eine bessere Fahrplantaktung zwischen U3 und Buslinie 82 ergeben wird. Wir bedanken uns beim Bezirksamt Vaihingen und den Verantwortlichen für die interessanten Informationen!
Sk
Hintergrundbild Rahaus – Urheber: Bear62, Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“ lizenziert. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuttgart-Vaihingen_Bezirksrathaus.JPG?uselang=de
Begrenzung der globalen Erwärmung verglichen mit der vorindustriellen Zeit
0°C
So lautet das Endergebnis der Klimakonferenz-Simulation vor den Hebstferien. Wem die Bewertung dieses Wertes zu schwer oder zu einfach fällt, dem hilft womöglich ein Einblick in das Zustandekommen. Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 1 sowie einige Neuntklässlerinnen haben sich in Delegationen von Ländern und Ländergruppen in zahlreichen Gesprächen und hitzigen Debatten über insgesamt drei Verhandlungsrunden auf 2,6 °C einigen können – und lagen mit ihren Schwierigkeiten eines ambitionierteren Klimaschutzes ziemlich nahe an der Realität.
Die Spannung stieg gleich zu Beginn, nachdem der UN-Generalsekretär die Forderungen und Beiträge präsentierte: was würden die Zusagen aller versammelter Delegationen in der Summe für die Erderwärmung wohl bringen? Kurze Stille im Saal – denn die Auswertung ergab eine klare Drei vor dem Komma. Vielleicht brauchte es aber genau diesen Schockmoment. Die deutliche Differenz zum bekannten Pariser Ziel von 1,5 °C schien zumindest einige Delegationen aufzurütteln. Andere Schülerinnen und Schüler dagegen rutschten endgültig in die Perspektive ihres Landes, spielten ihre wirtschaftliche Macht aus und sorgen somit für einige Kontroversen und Biss in den Aussprachen.
In zwei Verhandlungsrunden wurden die Spielräume der anderen Staatengruppen ausgelotet sowie Uneinigkeiten im eigenen Bündnis aufgedeckt und zu lösen versucht. Gefeilscht wurde um Millionenbeträge, einige Jahre früheren Rückgangs der Emissionen und die eigene Rolle als Verursacher des anthropogenen Klimawandels. Sogar bilaterale Abkommen für mehr Klimaschutz wurden vorbei am internationalen Vertragswerk geschlossen – und trotzdem: mehr als 2,6 °C war schlussendlich nicht drin. Zu verhärtet die Fronten, zu stark zersplittert die Bündnisse, zu vielfältig die Interessen.
Gelernt haben aber alles etwas: internationale Klimapolitik ist von vielen kleinen Schritten geprägt und das ist mühsam. Um sie zu verstehen, ist ein Einblick in die Interessen und Bedürfnisse anderer gleichsam unabdingbar wie die Reflexion eigenen Handelns.
Die Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasiums haben nach dem 3. Platz beim landesweiten Energiesparwettbewerb im Rahmen der CLEVERLÄND-Kampagne und dem 3. Platz beim #JetztKlimachen-Preis der Stadt Stuttgart nun auch noch einen Sonderpreis im Projekt „Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen (LESS)“ erhalten. Bein allen drei Wettbewerben wurde das letztjährige Projekt der Umweltsprecher*innen prämiert. Bei diesem Projekt konfigurierten diese einen „Bound“ mit der Software „Actionbound“ zum Thema Energiesparen und Klimaschutz am Hegel-Gymnasium. Insgesamt hat das Hegel-Gymnasium für das Projekt der Umweltsprecher*innen Preisgelder in Höhe von 2000 € erhalten.
Am 6.11.23, dem ersten Tag nach den Herbstferien, gehen die Umweltsprecher*innen ihr nächstes Projekt an. Sie bilden sich zu Scouts (Botschafter*innen) für Balkonkraftwerken aus. Ziel ist es, möglichst viele Eltern und Lehrkräfte der Hegelianer zu ermutigen, Photovoltaikanlagen auf ihren Balkonen zu installieren. Im zweiten Schulhalbjahr wollen die Umweltsprecher*innen den weitgehend unbekannten, zugewucherten Schulteich im Innenhof säubern und so umgestalten, dass dieser eine größere Artendichte aufweist.
Die erste Exkursion des neuen Kunst-Leistungsfaches der Kursstufe 1 führte uns ins Kunstmuseum Stuttgart, wo noch bis zum 5. November 2023 eine Retrospektive der Werke von Wolfgang Laib zu sehen ist.
Wolfgang Laib, der seit Jahrzehnten mit Naturmaterialien wie Pollen, Wachs und Reis arbeitet, hat weltweit in vielen großen Museen ausgestellt; er hinterfragt die Beziehung zwischen Mensch und Natur und verortet sich in seiner Arbeit wie auch in seinem Denken in unterschiedlichen kulturellen Räumen. Wolfgang Laibs Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen zwei- und dreidimensionalen Werken, wie nicht nur seine berühmten Blütenstaubfelder zeigen.
Der Besuch der Ausstellung „Wolfgang Laib. The Beginning of Something Else“ löste im Kurs eine kontroverse Diskussion über einen Kunstbegriff aus, der sich vielen Einordnungsversuchen widersetzt.
Ob der bekannteste Eckpunkt des Pariser Klimaabkommens von 2015 – das »1,5 °C-Ziel« – noch umsetzbar ist, wird derzeit kontrovers diskutiert. Wie aber kommt es überhaupt zu exakt dieser Zahl? Wie lässt sich Klimaschutz weltweit vorantreiben und in konkreten Zielen festlegen? Ist es wirklich so schwer, sich auf wissenschaftlich anerkannte Ziele zu einigen? Wenngleich »keine Erderwärmung« wohl die beste Lösung wäre, so beeinflussen in der Realität eine Vielzahl an Perspektiven, Motiven und Ideen die Verhandlungen auf den Klimagipfeln der Vereinten Nationen.
Getreu dem Bonmot »Politk ist das Bohren harter Bretter« wird sich die Kursstufe 1 genau mit dieser Situation am 24. Oktober konfrontiert sehen. Gemeinsam mit dem Verein »die Multivision e. V.« führt das Hegel-Gymnasium am Vormittag eine Simulation einer UN-Klimakonferenz durch. Wir freuen uns auf das Verhandlungsgeschick unserer Schülerinnen und Schüler und sind gespannt auf die Ergebnisse.
Wow! Die Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasiums räumen richtig ab. Nach dem 3. Platz beim landesweiten Energiesparwettbewerb im Rahmen der CLEVERLÄND-Kampagne erhält ein Projekt der 50 Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasium auch den 3. Platz beim #JetztKlimachen-Preis der Stadt Stuttgart .
Ausgezeichnet wurden wir für die Konfiguration unseres „Bounds“ zum Thema Energiesparen und Klimaschutz am Hegel-Gymnasium. Die Umweltsprecher*innen des Gymnasiums haben über die App „Actionbound“ eine interaktive Schnitzeljagd zu Energiesparen und Klimaschutz am Hegel erstellt. Wieso gibt es den Klimawandel? Was sind die größten Energieeinsparpotentiale an der Schule? Wie kann jeder und jede wirkungsvoll Emissionen vermeiden? Das sind die Themen der digitalen Schatzsuche. Und: Die halbe Schule hat sie schon absolviert.
Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2023 von Newsfeed
Auf zu neuen Ufern: Die 7a spürt Theater!
Um eine besondere Form der Kunst und vielleicht auch sich selbst besser kennenzulernen, begab sich die 7a am 30. November auf den Weg in das Staatstheater Stuttgart. Dort sollte die Klasse auf Ronja Räubertochter treffen, doch der Reihe nach:
Einen Tag vorher erhielten die Kinder Besuch von Herrn Tobias Rapp, Theaterpädagoge des Staatstheaters. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die neugierigen und äußerst spielfreudigen Kinder mit theaterästhetischen Mitteln auf ihren Besuch der Vorstellung vorzubereiten. So gingen die Schülerinnen und Schüler durch einen imaginären Winterwald, zogen sich in Höhlen zurück, mussten sich blind auf ihre anderen Sinne verlassen und durften mittels Standbilder einen Familienstreit in drei Ausschnitten darstellen.
Welche Bedeutung hierbei der Expressivität, der eigenen Wahrnehmung und dem Verständnis für verschiedene Alltagssituationen zuteilwurde, erfuhren die Kinder ganz praktisch. Gleichzeitig wurde quasi nebenbei die Frage nach der Inszenierung und der Rezeption eines Stücks geklärt: Jeder setzt das um, was er sieht, hört, fühlt und weiß; jeder nimmt wahr, was er sieht, hört, fühlt und weiß.
Begeben wir uns jetzt aber wieder zurück in das Theater, in dem die Kinder sodann die Arbeit der Schauspielerinnen und Schauspieler förmlich spüren konnten: Körper, Stimme, Gestik, Mimik, Bewegung – all das verschmolz in einem Zusammenspiel aller Akteure zu einem großen Ganzen, löste staunende Blicke aus und gipfelte schließlich in der Interaktion der Bühne mit dem Publikum. Die vierte Wand war gefallen, gemeinsames Schreien und Singen erfüllten den Raum.
Ob dabei Seelen sichtbar wurden, wird noch erörtert werden.
Wir bedanken uns bei unserem Kooperationspartner, dem Staatstheater Stuttgart, für dessen Workshop und eine alle Sinne vereinnahmende Vorstellung.
Sk
Zuletzt aktualisiert: 30. November 2023 von Newsfeed
Die K1 will es wissen: Doppelbesuch im Landtag!
Anlässlich des 70. Geburtstages der Landesverfassung Baden-Württembergs am 28. November richtete der Landtag in den Abendstunden einen festlichen Empfang aus, an welchem auch der Basiskurs Gemeinschaftskunde des Hegel-Gymnasiums teilnahm.
In Ihrer Eröffnungsrede betonte die Landtagspräsidentin Muhterem Aras die in der Landesverfassung festgeschriebene demokratische Wertegemeinschaft und das daraus resultierende Bekenntnis zu unverletzlichen Grund- und Menschenrechten.
Gleichzeitig ging sie aber auf die aktuellen lokalen und globalen Herausforderungen ein, der sich unsere Demokratie stellen müsse. Eine Antwort darauf sei für sie eben genau unsere Landesverfassung, die „das Schild und Schwert der wehrhaften Demokratie“ symbolisiere.
Diesen Geist nahm anschließend der Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert der Universität Mannheim auf, der in fünf knappen Thesen die Verantwortung aller gesellschaftlichen Akteure bei dem Willen zu Freiheit und Demokratie betonte und konkrete Handlungsempfehlungen aus unserer Landesverfassung zur gelingenden Demokratie ableitete. Im Zentrum stand hierbei der Weg zur Identifikation mit den demokratischen Werten und Normen, der nur dadurch beschritten werden könne, diese Werte spür- und erlebbar zu machen. Hierbei nahm der Professor die Politikerinnen und Politiker in die Pflicht, insbesondere mit jungen Menschen ins Gespräch zu treten, Positionen zu erläutern und dabei in Schulen Präsenz zu zeigen. Im selben Atemzug benannte er auch die bedeutende Rolle der Schulen, die Erlebbarkeit der Demokratie zu ermöglichen.
Diesem appellativen Charakter folgte in der abschließenden Podiumsdiskussion der Austausch dreier Expertinnen und Experten, in der vor allen Dingen der Vorsitzende des Landesschülerbeirats, Berat Gürbüz, die Jugend ins Zentrum der Landesverfassung rückte, die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre begrüßte und dazu aufforderte, der Jugend mehr zuzutrauen, sie zu hören und weitere partizipative Angebote zu schaffen.
Die Teilnahme an dieser Feststunde war eine Bereicherung für uns, konnten wir doch sehen, in welch beeindruckender inhaltlicher und rhetorischer Manier miteinander ins Gespräch gekommen werden kann. Zudem wurde deutlich, dass die Schule relevante Aspekte des friedlichen demokratischen Zusammenlebens widerspiegelt.
Am nächsten Nachmittag durften wir uns erneut auf den Weg ins Zentrum der Demokratie aufmachen, um einer Plenardebatte des Landtags beizuwohnen und im Anschluss ein Abgeordnetengespräch zu führen. Insbesondere das Abgeordnetengespräch mit dem Landesverkehrsminister Hermann (Grüne), den Abgeordneten Haag (FDP), Gögel (AFD), Löffler (CDU) und der Abgeordneten Steinhülb-Joos (SPD) machte deutlich, dass politische Parteien eben keinen Einheitsbrei darstellen, sondern zu den von uns aufgerufenen Themen Mobilität, Mehrwertsteuerabsenkung für Gastronomen, Aufstockung des Bürgergelds und Ausstattung der Schulen äußerst konträre Positionen vertreten.
Auch diese Exkursion zeigte uns den Zusammenhang der individuellen Lebensweise und deren Abhängigkeit von der jeweiligen Repräsentation im Landtag. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der politischen Teilhabe und die Gestaltungskraft mündiger Bürgerinnen und Bürger klar, die uns unsere Heimat Baden-Württemberg ermöglicht. Wir bedanken uns deshalb beim Landtag für seine offenen Tore.
sk
Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2023 von Newsfeed
Einladung zur Schulbilderschau 2023 am 2./3. Dezember im Vaihinger Rathaus
Am kommenden, ersten Adventswochenende findet im Vaihinger Bezirksrathaus wieder die große Vaihinger Schulbilderschau statt, bei der auch Schülerinnen und Schüler des Hegel-Gymnasiums ihre Werke aus dem Kunstunterricht zeigen; dabei sind alle Klassenstufen vertreten. Die Ausstellung ist zu sehen am 2. Dezember zwischen 11 und 18 Uhr und am 3. Dezember zwischen 11 und 16 Uhr.
Alle Mitglieder der Schulfamilie sind herzlich eingeladen zu kommen, die Bilder anzuschauen und ihre Stimme für die besten Arbeiten abzugeben. Bei der Bilderschau stellen etliche Vaihinger Schulen aus, sie zeigt einen breiten Überblick über die dort entstehenden künstlerischen Arbeiten.
In den vergangenen Jahren war das Hegel-Gymnasium bei der Schulbilderschau sehr erfolgreich und hat schon einige Preise gewonnen.
Plakat: Zeichnung von Alessia Grauke, Schuljahr 2022/23 (Klasse 10c)
Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2023 von Newsfeed
Vegetarische Woche vom 27.11. – 1.12.23
Vom 27. November – 1. Dezember findet am Hegel wieder eine vegetarische Woche in der Mensa statt. Jeden Tag gibt es mehrere vegetarische und mindestens ein veganes Gericht.
Zuletzt aktualisiert: 16. November 2023 von Newsfeed
Einblick in Kommunalpolitik vor Ort
Einen Einblick in die Organisation der Kommunalpolitik vor Ort konnte heute eine Abordnung derachten Klassen des Hegel-Gymnasiums im Bezirksamt Vaihingen gewinnen. Dabei erfuhren die Kinder zunächst Historisches zum Bezirk Vaihingen, dessen Eingemeindung und seiner Wappengestaltung, um im Anschluss durch das Bezirksamt geführt zu werden.
Welche Aufgaben dabei der Kommunalpolitik zuteil werden, welche Rolle der Bezirksbeirat imZusammenspiel von politischen Entscheidungen und den Wünschen der Bürgerinnen und Bürgerneinnimmt und an wen sich junge Menschen im Bezirk wenden können, sollten sie Veränderungsbedarf beispielsweise bei den bestehenden Freizeitangeboten sehen, wurde ihnen aus erster Hand von Herrn Jehle-Mungenast, Herrn Foht, Frau Arol und der Jugendrätin Sylvie Jargstorff vermittelt.
Dabei wurde deutlich, dass die politisch Handelnden in Vaihingen dringend auf Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger angewiesen sind, um Verbesserungen im Sinne des Allgemeinwohls herbeizuführen. Diese Rückmeldung kam prompt und wurde sofort notiert. Wir sind nun gespannt, ob sich daraus eine bessere Fahrplantaktung zwischen U3 und Buslinie 82 ergeben wird. Wir bedanken uns beim Bezirksamt Vaihingen und den Verantwortlichen für die interessanten Informationen!
Sk
Hintergrundbild Rahaus – Urheber: Bear62, Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“ lizenziert. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stuttgart-Vaihingen_Bezirksrathaus.JPG?uselang=de
Zuletzt aktualisiert: 12. November 2023 von Newsfeed
Viel zu hoch oder besser als gedacht? Ergebnis der Klimakonferenz-Simulation
So lautet das Endergebnis der Klimakonferenz-Simulation vor den Hebstferien. Wem die Bewertung dieses Wertes zu schwer oder zu einfach fällt, dem hilft womöglich ein Einblick in das Zustandekommen. Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 1 sowie einige Neuntklässlerinnen haben sich in Delegationen von Ländern und Ländergruppen in zahlreichen Gesprächen und hitzigen Debatten über insgesamt drei Verhandlungsrunden auf 2,6 °C einigen können – und lagen mit ihren Schwierigkeiten eines ambitionierteren Klimaschutzes ziemlich nahe an der Realität.
Die Spannung stieg gleich zu Beginn, nachdem der UN-Generalsekretär die Forderungen und Beiträge präsentierte: was würden die Zusagen aller versammelter Delegationen in der Summe für die Erderwärmung wohl bringen? Kurze Stille im Saal – denn die Auswertung ergab eine klare Drei vor dem Komma. Vielleicht brauchte es aber genau diesen Schockmoment. Die deutliche Differenz zum bekannten Pariser Ziel von 1,5 °C schien zumindest einige Delegationen aufzurütteln. Andere Schülerinnen und Schüler dagegen rutschten endgültig in die Perspektive ihres Landes, spielten ihre wirtschaftliche Macht aus und sorgen somit für einige Kontroversen und Biss in den Aussprachen.
In zwei Verhandlungsrunden wurden die Spielräume der anderen Staatengruppen ausgelotet sowie Uneinigkeiten im eigenen Bündnis aufgedeckt und zu lösen versucht. Gefeilscht wurde um Millionenbeträge, einige Jahre früheren Rückgangs der Emissionen und die eigene Rolle als Verursacher des anthropogenen Klimawandels. Sogar bilaterale Abkommen für mehr Klimaschutz wurden vorbei am internationalen Vertragswerk geschlossen – und trotzdem: mehr als 2,6 °C war schlussendlich nicht drin. Zu verhärtet die Fronten, zu stark zersplittert die Bündnisse, zu vielfältig die Interessen.
Gelernt haben aber alles etwas: internationale Klimapolitik ist von vielen kleinen Schritten geprägt und das ist mühsam. Um sie zu verstehen, ist ein Einblick in die Interessen und Bedürfnisse anderer gleichsam unabdingbar wie die Reflexion eigenen Handelns.
Alexander Schwarz und Alexander Morgenstern
Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2023 von Newsfeed
Die Umweltsprecher*innen holen das Triple: Sonderpreis im LESS-Projekt der Stadt Stuttgart
Die Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasiums haben nach dem 3. Platz beim landesweiten Energiesparwettbewerb im Rahmen der CLEVERLÄND-Kampagne und dem 3. Platz beim #JetztKlimachen-Preis der Stadt Stuttgart nun auch noch einen Sonderpreis im Projekt „Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen (LESS)“ erhalten. Bein allen drei Wettbewerben wurde das letztjährige Projekt der Umweltsprecher*innen prämiert. Bei diesem Projekt konfigurierten diese einen „Bound“ mit der Software „Actionbound“ zum Thema Energiesparen und Klimaschutz am Hegel-Gymnasium.
Insgesamt hat das Hegel-Gymnasium für das Projekt der Umweltsprecher*innen Preisgelder in Höhe von 2000 € erhalten.
Am 6.11.23, dem ersten Tag nach den Herbstferien, gehen die Umweltsprecher*innen ihr nächstes Projekt an. Sie bilden sich zu Scouts (Botschafter*innen) für Balkonkraftwerken aus. Ziel ist es, möglichst viele Eltern und Lehrkräfte der Hegelianer zu ermutigen, Photovoltaikanlagen auf ihren Balkonen zu installieren. Im zweiten Schulhalbjahr wollen die Umweltsprecher*innen den weitgehend unbekannten, zugewucherten Schulteich im Innenhof säubern und so umgestalten, dass dieser eine größere Artendichte aufweist.
Alexander Morgenstern
Pressemitteilung der Stadt Stuttgart
Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2023 von Newsfeed
The Beginning of Something Else – Das Leistungsfach Bildende Kunst besucht Wolfgang Laib im Kunstmuseum Stuttgart
Die erste Exkursion des neuen Kunst-Leistungsfaches der Kursstufe 1 führte uns ins Kunstmuseum Stuttgart, wo noch bis zum 5. November 2023 eine Retrospektive der Werke von Wolfgang Laib zu sehen ist.
Wolfgang Laib, der seit Jahrzehnten mit Naturmaterialien wie Pollen, Wachs und Reis arbeitet, hat weltweit in vielen großen Museen ausgestellt; er hinterfragt die Beziehung zwischen Mensch und Natur und verortet sich in seiner Arbeit wie auch in seinem Denken in unterschiedlichen kulturellen Räumen. Wolfgang Laibs Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen zwei- und dreidimensionalen Werken, wie nicht nur seine berühmten Blütenstaubfelder zeigen.
Der Besuch der Ausstellung „Wolfgang Laib. The Beginning of Something Else“ löste im Kurs eine kontroverse Diskussion über einen Kunstbegriff aus, der sich vielen Einordnungsversuchen widersetzt.
Claudia Bahmer, Fotos von Isidora Rajic
Zuletzt aktualisiert: 12. November 2023 von Newsfeed
1,5 Grad Celsius – oder darf’s etwas mehr sein?
Ob der bekannteste Eckpunkt des Pariser Klimaabkommens von 2015 – das »1,5 °C-Ziel« – noch umsetzbar ist, wird derzeit kontrovers diskutiert. Wie aber kommt es überhaupt zu exakt dieser Zahl? Wie lässt sich Klimaschutz weltweit vorantreiben und in konkreten Zielen festlegen? Ist es wirklich so schwer, sich auf wissenschaftlich anerkannte Ziele zu einigen? Wenngleich »keine Erderwärmung« wohl die beste Lösung wäre, so beeinflussen in der Realität eine Vielzahl an Perspektiven, Motiven und Ideen die Verhandlungen auf den Klimagipfeln der Vereinten Nationen.
Getreu dem Bonmot »Politk ist das Bohren harter Bretter« wird sich die Kursstufe 1 genau mit dieser Situation am 24. Oktober konfrontiert sehen. Gemeinsam mit dem Verein »die Multivision e. V.« führt das Hegel-Gymnasium am Vormittag eine Simulation einer UN-Klimakonferenz durch. Wir freuen uns auf das Verhandlungsgeschick unserer Schülerinnen und Schüler und sind gespannt auf die Ergebnisse.
Alexander Morgenstern und Alexander Schwarz
Bild von Dominic Wunderlich auf Pixabay
Zuletzt aktualisiert: 30. September 2023 von Newsfeed
3. Platz beim #JetztKlimachen-Preis der Stadt Stuttgart
Wow! Die Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasiums räumen richtig ab. Nach dem 3. Platz beim landesweiten Energiesparwettbewerb im Rahmen der CLEVERLÄND-Kampagne erhält ein Projekt der 50 Umweltsprecher*innen des Hegel-Gymnasium auch den 3. Platz beim #JetztKlimachen-Preis der Stadt Stuttgart .
Ausgezeichnet wurden wir für die Konfiguration unseres „Bounds“ zum Thema Energiesparen und Klimaschutz am Hegel-Gymnasium. Die Umweltsprecher*innen des Gymnasiums haben über die App „Actionbound“ eine interaktive Schnitzeljagd zu Energiesparen und Klimaschutz am Hegel erstellt. Wieso gibt es den Klimawandel? Was sind die größten Energieeinsparpotentiale an der Schule? Wie kann jeder und jede wirkungsvoll Emissionen vermeiden? Das sind die Themen der digitalen Schatzsuche. Und: Die halbe Schule hat sie schon absolviert.
Wir freuen uns über das Preisgeld von 1000 €.
Alexander Morgenstern
Weitere Informationen
Pressemitteilung der Stadt Stuttgart